Wärmetherapie ist seit langem eine bewährte und natürliche Methode zur Behandlung von Verspannungen sowie Muskel- und Gelenkbeschwerden. Schon Hippokrates erkannte: "Wer mit Wärme nicht zu heilen ist, dem ist nicht zu helfen". Wärme hilft gegen Schmerzen – dieses Wissen wird schon seit Jahrhunderten gezielt genutzt.
Im Mittelalter, als man von Fango noch nichts wusste, gruben sich die Menschen in gärenden Mist ein, um das Wohlbefinden zu steigern. Die alten Römer entspannten sich gern bei einem heißen Bad und besuchten in genau festgelegter Reihenfolge unterschiedlich temperierte Räume ihrer Badeanstalten. Bei Rückenbeschwerden packten sie sich heißen Schlamm auf die schmerzende Stelle und nutzten so die Wärme speichernden Eigenschaften der Erde. Wärmflaschen, Dinkelsäckchen oder Rotlicht helfen seit vielen Jahren bei Muskel- und Gelenkschmerzen.
Damit Wärme bestmöglich gegen muskuläre Schmerzen hilft, sollte sie über längere Zeit einwirken können – optimal sind mindestens 8 Stunden. Eine therapeutische Temperatur von 40°C ist empfehlenswert. Zudem sollten die Alltagsaktivitäten durch die Wärmeanwendung nicht beeinträchtigt werden.
Herkömmliche Wärmeanwendungen wirken aber oft nur für kurze Zeit, da sie rasch abkühlen. Elektrische Geräte, die länger wärmen, haben den Nachteil, dass man an Ort und Stelle bleiben muss und so längere Zeit in seinen Alltagsaktivitäten eingeschränkt ist.