Lokal angewendete Wärme führt über die Konkurrenz der Wärmereize mit den Schmerzreizen beim Eintritt in das Rückenmark zu einer direkten Schmerzlinderung (sog. "Gate-Control"-Theorie der Schmerzhemmung). Es stehen infolge dieser Konkurrenz weniger Schmerz-Reizimpulse für die Weiterleitung zum Gehirn und für die Signalverarbeitung im Rückenmark (Auslöser der reflexartigen Muskelanspannung) zur Verfügung.
So wird zum einen die direkte Schmerzwahrnehmung im Gehirn und zum anderen die reflexbedingte Muskelanspannung und die hierdurch wiederum bedingte Reizung der Schmerzrezeptoren/Schmerzerzeugung reduziert.
Schließlich steigert lokal angewendete Wärme die Durchblutung im Gewebe. Der verstärkte Blutfluss trägt dazu bei, dass schmerzerzeugende Entzündungsmediatoren besser "ausgewaschen" werden. Auch werden so mehr Sauerstoff und Nährstoffe herantransportiert, die helfen, den gesunden Normalzustand des Gewebes wiederherzustellen: