Aus der Technologie und den Konstruktionsmerkmalen von ThermaCare resultiert sein Temperaturprofil. Die Erfordernisse dieses Profils im Hinblick auf optimale Wirksamkeit und gleichzeitig gute Hautverträglichkeit wurden durch zahlreiche klinische Studien und Tests mit Anwendern festgelegt.
Die von ThermaCare erzielte lang anhaltende Temperatur von ca. 40°C an der Hautoberfläche ergibt sich einerseits aus der therapeutischen Notwendigkeit eines möglichst starken Temperaturreizes und damit starker Konkurrenz zum Schmerzreiz beim Eintritt in das Rückenmark ("Gate-Control"). Andererseits muss die Toleranz der Haut gegenüber erhöhten Temperaturen berücksichtigt werden, denn eine Temperatur von 45°C oder mehr kann nur für kurze Zeit ohne Gewebsschädigung toleriert werden.
Die von ThermaCare erzielte Temperaturkonstanz über 8 Stunden für die Rückenumschläge und über 12 Stunden für die Nackenauflagen trägt einer klinisch verifizierten direkten Beziehung zwischen Schmerzlinderung und Dauer der Wärmeeinwirkung Rechnung. Wie eine Dosis-Wirkungs-Kurve bei Arzneimitteln existiert auch eine Dauer-Wirkungsbeziehung bei der Wärmetherapie. Die Schmerzlinderung verstärkt sich signifikant mit jeder Stunde, in der ThermaCare länger verwendet wird. Andererseits sollte der Haut aber auch eine "Ruhepause" vergönnt und die Wärme nicht unbegrenzt lange zugeführt werden. Als günstigster Kompromiss hat sich in den genannten Untersuchungen ein Zeitraum von 8 Stunden herausgestellt.
Quelle: Technische Produktspezifikation
1. Lehman JF, De Lateur BJ: Therapeutic heat. In: Therapeutic Heat and Cold, 4th ed. Baltimore, MD: Williams & Wilkins; 1990: 417-581
2. Grana WA: Physical agents in musculoskeletal problems: heat and cold therapy modalities; Instr. Course Lect. 1993; 42: 439-42